Aufmaß
Ein Aufmaß ist die genaue Ermittlung der tatsächlich erbrachten oder zu erbringenden Mengen am Bau, etwa Flächen, Längen oder Stückzahlen, als Grundlage für Angebot und Abrechnung.
Das Aufmaß ist die Mengenermittlung am Bau: Es erfasst, wie viele Quadratmeter Fläche, laufende Meter Leitung oder Stück eines Bauteils tatsächlich anfallen. Unterschieden wird zwischen dem Vor-Aufmaß für die Kalkulation und dem Aufmaß der erbrachten Leistung für die Abrechnung.
Im Betriebsalltag wird das Aufmaß traditionell mit Zollstock, Lasermessgerät und Notizblock auf der Baustelle aufgenommen und später ins Büro übertragen. Diese doppelte Erfassung ist fehleranfällig und zeitaufwendig. Ein präzises Aufmaß ist jedoch entscheidend, weil es direkt in das Leistungsverzeichnis und die spätere Abrechnung einfließt.
In der digitalen Bauabrechnung werden Aufmaßdaten nach festen Regeln, etwa nach REB, ermittelt und dokumentiert. So bleibt nachvollziehbar, wie eine Menge zustande kommt, was bei Prüfungen und Streitfällen wichtig ist.
Wo KI ansetzt
KI kann Aufmaße aus Fotos oder Videos der Baustelle auswerten. Aus einem Bild einer Wand oder eines Raums schätzt sie Flächen und Maße und erstellt daraus erste Mengenansätze. In Verbindung mit Lasermessgeräten oder 3D-Scans lassen sich Räume automatisch vermessen und die Werte direkt in die Kalkulation übernehmen.
Ebenso kann KI per OCR handschriftliche Aufmaßnotizen digitalisieren und den passenden Positionen zuordnen, sodass die manuelle Übertragung entfällt. Wie sich Aufmaß und Kalkulation verbinden lassen, zeigt unser Ratgeber KI-Aufmaß und Kalkulation.
Für Gewerke wie Maler oder Elektriker bedeutet das weniger Zeit auf der Baustelle und im Büro sowie verlässlichere Mengen. Das beschleunigt sowohl die Angebotserstellung als auch die Abrechnung und reduziert Nachträge durch übersehene Mengen.
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