Glossar

Fotos von Kundenobjekten

Fotos von Kundenobjekten sind Aufnahmen von Baustellen oder Gebäuden, die personenbezogene Daten enthalten können, sobald Klingelschilder, Kennzeichen oder Hausnummern erkennbar sind.

Fotos von Kundenobjekten sind Aufnahmen, die im Rahmen eines Auftrags von Gebäuden, Räumen oder Baustellen entstehen, etwa zur Dokumentation, für Referenzen oder zur Mängelfeststellung. Sie werden zu personenbezogenen Daten, sobald darauf Personen, Klingelschilder mit Namen, Kfz-Kennzeichen oder Hausnummern erkennbar sind, aus denen sich ein Bezug zu einer identifizierbaren Person herstellen lässt. Ein reines Detailfoto einer verlegten Fliese ohne solche Merkmale fällt dagegen in der Regel nicht darunter, da hier kein Personenbezug erkennbar ist und sich die Aufnahme allein auf das handwerkliche Ergebnis konzentriert.

Im Betriebsalltag entstehen solche Fotos ständig: beim Aufmaß, während der Bauausführung, bei der Übergabe oder zur eigenen Absicherung im Streitfall. Häufig geraten dabei unbeabsichtigt auch Nachbargrundstücke, parkende Fahrzeuge oder Namensschilder mit ins Bild, ohne dass das dem eigentlichen Dokumentationszweck überhaupt dient, sondern lediglich durch die Kameraperspektive zufällig mit erfasst wird, etwa weil ein Übersichtsfoto der gesamten Fassade aufgenommen wurde.

Bezug zur Digitalisierung

Sollen solche Fotos für Marketingzwecke verwendet werden, etwa in einer Projektgalerie oder als Referenzprojekt online, braucht es zusätzlich zur datenschutzrechtlichen Grundlage regelmäßig auch die Zustimmung des Kunden, insbesondere wenn Personen oder eindeutig zuordenbare Merkmale erkennbar sind. Für rein interne Dokumentationszwecke, etwa zur Nachkalkulation oder als Beweis bei Mängeln, gelten dagegen andere Maßstäbe als für die öffentliche Verwendung auf der eigenen Website oder in sozialen Netzwerken, wo Bilder von einem deutlich größeren und unbekannten Publikum gesehen werden können.

Werden Fotos in KI-gestützte Werkzeuge hochgeladen, etwa zur automatischen Bilderkennung oder Aufmaßauswertung, sollte vorab geklärt sein, ob personenbezogene Merkmale enthalten sind und ob mit dem jeweiligen Anbieter eine Auftragsverarbeitung geregelt ist. Wo möglich, sollten sensible Bildbestandteile vor dem Hochladen unkenntlich gemacht oder der Bildausschnitt entsprechend gewählt werden, statt das komplette, unbearbeitete Foto weiterzugeben. Viele Bildbearbeitungsprogramme bieten dafür einfache Werkzeuge zum Verpixeln oder Zuschneiden einzelner Bildbereiche an.

In der Praxis hilft eine einfache Faustregel für alle im Betrieb: erkennbare Hausnummern, Klingelschilder und Kennzeichen möglichst aus dem Bildausschnitt heraushalten, wenn sie für den Dokumentationszweck nicht gebraucht werden, und Fotos konsequent projektbezogen ablegen statt vermischt in einem gemeinsamen Kamera-Album. Details zur Aufbewahrung von Baustellenfotos und zum allgemeinen Umgang mit Kundendaten ergänzen diesen Grundsatz und helfen dabei, im Betrieb einheitliche Regeln für den Umgang mit Bildmaterial zu etablieren.

FAQ

Häufige Fragen zu Fotos von Kundenobjekten

Ist jedes Baustellenfoto personenbezogen?
Nein. Ein Detailfoto einer verlegten Fliese ohne erkennbare Merkmale fällt in der Regel nicht darunter, weil kein Personenbezug erkennbar ist und sich die Aufnahme allein auf das handwerkliche Ergebnis konzentriert. Kritisch werden Übersichtsaufnahmen, auf denen Nachbargrundstücke, parkende Fahrzeuge oder Namensschilder zufällig mit im Bild sind.
Was ändert sich bei der Verwendung für Marketing?
Für eine Projektgalerie oder ein Referenzprojekt braucht es zusätzlich zur datenschutzrechtlichen Grundlage regelmäßig die Zustimmung des Kunden, besonders wenn Personen oder eindeutig zuordenbare Merkmale erkennbar sind. Für rein interne Dokumentation gelten andere Maßstäbe als für die Veröffentlichung, wo ein unbekanntes und größeres Publikum mitliest.
Was gilt beim Hochladen in KI-Werkzeuge?
Klären Sie vorab, ob personenbezogene Merkmale enthalten sind und ob mit dem Anbieter eine Auftragsverarbeitung geregelt ist. Wo möglich, machen Sie sensible Bildbestandteile vor dem Hochladen unkenntlich oder wählen Sie den Bildausschnitt entsprechend, statt das komplette unbearbeitete Foto weiterzugeben. Einfache Werkzeuge zum Verpixeln und Zuschneiden genügen dafür.
Welche Faustregel hilft im Alltag?
Zwei Gewohnheiten reichen weit: Halten Sie Hausnummer, Klingelschild und Kennzeichen aus dem Ausschnitt, wenn sie für den Zweck nicht gebraucht werden, und legen Sie jedes Bild sofort beim Projekt ab statt im gemeinsamen Kameraordner. Keine der beiden kostet Zeit, und zusammen ersparen sie sowohl das Suchen als auch die Diskussion über die Verwendung.

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