Glossar

Generative KI

Generative KI bezeichnet KI-Systeme, die neue Inhalte wie Texte, Bilder oder Sprache eigenständig erzeugen, statt nur vorhandene Daten zu sortieren oder zu bewerten.

Generative KI ist der Oberbegriff für KI-Systeme, die selbst neue Inhalte erzeugen. Während ältere Programme Daten nur durchsuchen oder einsortieren, schreibt generative KI Texte, erstellt Bilder, fasst Dokumente zusammen oder formuliert Sprachnachrichten in sauberen Text um. Das Wort generativ kommt vom Erzeugen, dem Generieren von etwas Neuem.

Zu beachten ist die Frage der Rechte an den Ergebnissen. Bei erzeugten Texten und Bildern ist zu klären, wie die Nutzungsbedingungen des Anbieters die Verwendung regeln, insbesondere bei kommerzieller Nutzung auf Website, in Anzeigen oder in Angebotsunterlagen. Ebenso sollte im Betrieb bekannt sein, dass erzeugte Bilder Motive enthalten können, die geschützten Vorlagen ähneln.

Was generative KI von anderer KI unterscheidet

Nicht jede KI ist generativ. Eine Software, die eingehende E-Mails als wichtig oder unwichtig einstuft, trifft eine Auswahl, erzeugt aber nichts Neues. Generative KI dagegen produziert Ergebnisse, die so vorher nicht existiert haben. Das bekannteste Beispiel ist ChatGPT, das auf Grundlage eines Large Language Models Texte schreibt. Zur generativen KI gehören aber ebenso Bildgeneratoren und Werkzeuge, die aus Stichpunkten ganze Dokumente erstellen.

Gesteuert wird generative KI über einen Prompt, also Ihre Anweisung in Alltagssprache. Wie gut das Ergebnis wird, hängt stark davon ab, wie genau Sie beschreiben, was Sie brauchen.

Was das fürs Handwerk bedeutet

Im Betriebsalltag ist generative KI vor allem ein Zeitgewinn bei allem, was geschrieben, formuliert oder gestaltet werden muss. Sie lassen sich aus drei Stichworten ein Angebot entwerfen, wandeln eine Sprachnotiz von der Baustelle in einen ordentlichen Bericht um oder erstellen schnell einen Beitrag für die Firmen-Website. Auch ein erstes Bild für eine Anzeige oder ein Social-Media-Post lässt sich erzeugen, wenn kein eigenes Foto vorliegt.

Ein praktisches Beispiel: Ein Maler braucht eine kurze Leistungsbeschreibung für ein neues Angebot. Statt sie vollständig selbst zu tippen, lässt er sich einen Entwurf erzeugen, kürzt ihn auf das Wesentliche und übernimmt ihn. Die KI liefert das Gerüst, der Fachmann den richtigen Inhalt.

Für den betrieblichen Einsatz ist eine einfache Regel zu Eingaben wichtiger als die Wahl des Werkzeugs. Kundennamen, Adressen, Preise aus laufenden Angeboten und Personaldaten gehören nicht in offene Dienste, deren Verarbeitungsort und Trainingsnutzung ungeklärt sind. Für die meisten Aufgaben genügt eine anonymisierte Beschreibung, etwa Wohnungssanierung mit drei Räumen statt Name und Anschrift des Kunden.

Zu bedenken ist außerdem die Erkennbarkeit. Werden erzeugte Texte unverändert nach außen gegeben, fällt der gleichförmige Stil auf, und fachliche Ungenauigkeiten bleiben stehen. Brauchbar wird das Ergebnis erst durch die Überarbeitung mit eigener Fachkenntnis, insbesondere bei Leistungsbeschreibungen, in denen jede Formulierung vertragliche Wirkung hat.

Wie generative KI das Schreiben von Angeboten beschleunigt, zeigt der Ratgeber KI-Angebotserstellung im Handwerk. Den größeren Zusammenhang liefert unser Überblick KI im Handwerk.

FAQ

Häufige Fragen zu Generative KI

Woran erkenne ich, ob ein Werkzeug generativ arbeitet?
An der Frage, ob am Ende etwas Neues herauskommt oder nur etwas einsortiert wird. Eine Software, die eingehende Mails als wichtig oder unwichtig markiert, trifft eine Auswahl und ist damit nicht generativ. Ein Werkzeug, das aus drei Stichworten eine Leistungsbeschreibung formuliert oder ein Bild erzeugt, produziert ein Ergebnis, das vorher nicht existiert hat.
Darf ich erzeugte Texte und Bilder gewerblich nutzen?
Das regeln die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters, und die unterscheiden sich. Vor dem Einsatz auf der Website, in Anzeigen oder in Angebotsunterlagen ist zu prüfen, was der Vertrag für die kommerzielle Verwendung vorsieht. Bei Bildern kommt hinzu, dass erzeugte Motive geschützten Vorlagen ähneln können. Die geltenden Bedingungen sind im Einzelfall zu prüfen, pauschale Aussagen tragen hier nicht.
Was gehört nicht in die Eingabe?
Kundennamen, Adressen, Preise aus laufenden Angeboten und Personaldaten gehören nicht in offene Dienste, deren Verarbeitungsort und Trainingsnutzung ungeklärt sind. Für die meisten Aufgaben genügt eine anonymisierte Beschreibung, etwa Wohnungssanierung mit drei Räumen statt Name und Anschrift. Diese Regel ist für den Betrieb wichtiger als die Frage, welches Werkzeug im Vergleich gerade vorn liegt.
Warum wirken die Ergebnisse manchmal auffällig glatt?
Weil unveränderte Ausgaben einen gleichförmigen Stil haben, der Lesern schnell auffällt, und weil fachliche Ungenauigkeiten unbemerkt stehen bleiben. Brauchbar wird ein Entwurf erst durch die Überarbeitung mit eigener Fachkenntnis. Besonders gilt das bei Leistungsbeschreibungen, in denen jede Formulierung vertragliche Wirkung entfaltet und eine ungenaue Wortwahl später zum Streitpunkt bei der Abnahme wird.

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