Planversion
Die Planversion kennzeichnet den Aktualitätsstand eines Bau- oder Ausführungsplans und macht nachvollziehbar, welche Änderungen seit der vorherigen Fassung erfolgt sind.
Die Planversion gibt an, in welchem Bearbeitungsstand sich ein Plan befindet, üblicherweise gekennzeichnet durch Versionsnummer, Datum und einen Hinweis auf die geänderten Inhalte. Sie ist notwendig, weil Pläne im Bauablauf mehrfach überarbeitet werden und alle Beteiligten mit demselben Stand arbeiten müssen. Ohne eine solche Kennzeichnung lässt sich ein Plan nicht eindeutig einem bestimmten Bearbeitungsstand zuordnen, selbst wenn Inhalte offensichtlich voneinander abweichen. Erst die durchgängige Versionierung macht überhaupt sichtbar, dass und wann sich an einem Plan etwas geändert hat.
Auf der Baustelle ist die Planversion ein häufiges Problem: Wird ein Plan per E-Mail oder Messenger verschickt, kursieren schnell mehrere Fassungen nebeneinander, und ein Vorarbeiter arbeitet unter Umständen mit einer veralteten Version, während im Büro längst eine neue Fassung mit korrigierten Maßen vorliegt. Fehlt eine klare Kennzeichnung, lässt sich im Streitfall kaum noch nachweisen, welcher Plan zum Ausführungszeitpunkt gültig war. Eine strukturierte Gemeinsame Datenumgebung schafft hier Abhilfe, indem sie jederzeit nur den aktuell freigegebenen Stand ausgibt und ältere Fassungen eindeutig als überholt kennzeichnet, statt sie kommentarlos zu löschen.
Wo KI ansetzt
KI-gestützte Systeme können unterschiedliche Planversionen automatisch miteinander vergleichen und Änderungen farblich hervorheben, sodass ein Betrieb auf einen Blick sieht, was sich seit der letzten Version geändert hat, statt beide Pläne manuell nebeneinanderzulegen. Bei modellbasierter Planung lässt sich das mit der Planableitung verbinden: Ändert sich das Modell, wird automatisch erkannt, welche abgeleiteten Pläne davon betroffen sind und neu erzeugt werden müssen.
Für die Kommunikation von Änderungen zwischen Fachplanern und ausführenden Betrieben kommt zunehmend BCF-Kommunikation zum Einsatz, bei der Änderungshinweise direkt am betroffenen Bauteil im Modell dokumentiert werden, statt in separaten E-Mails verstreut zu sein. Das macht nachvollziehbar, welche Planversion einer Änderung zugrunde lag und wer sie veranlasst hat, sodass sich spätere Rückfragen gezielt an der richtigen Stelle klären lassen.
Praktisch empfiehlt sich für jeden Betrieb eine feste Regel, wo aktuelle Pläne abgelegt werden, etwa in einem zentralen DMS, und dass auf der Baustelle grundsätzlich nur digital abgerufene Pläne mit sichtbarer Versionsangabe verwendet werden, statt ausgedruckter Fassungen ohne erkennbaren Stand. Wer ausgedruckte Pläne dennoch verwenden muss, sollte sie mit einem Verfallshinweis versehen, damit sie nicht versehentlich über den Zeitpunkt der nächsten Aktualisierung hinaus im Einsatz bleiben.
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Häufige Fragen zu Planversion
Warum ist das auf der Baustelle ein Problem?
Wie löst eine gemeinsame Datenumgebung das?
Was gehört in den Änderungshinweis?
Was mache ich mit ausgedruckten Plänen?
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