RAL-Montage dokumentieren
Die Dokumentation der RAL-Montage hält fest, wie Fenster und Türen nach den Vorgaben der Gütegemeinschaft abgedichtet, befestigt und angeschlossen wurden.
Als RAL-Montage wird der Einbau von Fenstern und Außentüren nach den Vorgaben des zugehörigen Leitfadens der Gütegemeinschaft bezeichnet. Kern ist der dreistufige Anschluss der Fuge zwischen Bauelement und Baukörper: innen luftdicht, in der Mitte funktionsgerecht gedämmt, außen schlagregendicht und dampfdiffusionsoffen. Hinzu kommen Anforderungen an die Befestigung, die Lastabtragung, die Klotzung und die Ausbildung der Anschlüsse an Fensterbank, Rollladen und Bodenschwelle.
Die konkreten Anforderungen an Befestigungsabstände, Fugendimensionen und geeignete Abdichtungsmaterialien ergeben sich aus dem Leitfaden und den einschlägigen Regelwerken sowie den Herstellervorgaben und sind im Einzelfall zu prüfen.
Ausgeführt wird das von Glasern, Fensterbauern und Tischlern. Die Besonderheit liegt darin, dass der fachgerechte Anschluss nach dem Verputzen und Verkleiden nicht mehr sichtbar ist. Ob eine innere Abdichtungsebene vorhanden ist, lässt sich am fertigen Fenster nicht feststellen – nur an einer Dokumentation, die während des Einbaus entsteht.
Bezug zur Digitalisierung
Genau daraus folgt der Nutzen digitaler Erfassung. Die Dokumentation muss zu einem Zeitpunkt entstehen, an dem der Monteur mit dem Element beschäftigt ist, nicht abends. Fotos vom Zustand der Öffnung vor dem Einbau, von der Befestigung, von den einzelnen Abdichtungsebenen und vom fertigen Anschluss belegen den Aufbau. Werden sie mit dem Telefon aufgenommen und dem Element zugeordnet, entsteht ohne Zusatzaufwand ein prüffähiger Nachweis.
Der Aufwand liegt in der Zuordnung. Ein Objekt mit dreißig Elementen erzeugt mehrere hundert Bilder, die ohne Struktur nicht verwertbar sind. Eine App, in der die Elementliste aus dem Aufmaß übernommen wird, löst das: Der Monteur wählt das Element und fotografiert, die Zuordnung entsteht dabei. Verwendete Materialien werden per Barcode vom Gebinde erfasst statt notiert.
KI setzt an mehreren Stellen an. Bildmodelle können ungeordnete Fotos den Elementen zuordnen, indem sie Raum und Öffnung wiedererkennen – hilfreich bei Betrieben, die bereits große Bildbestände ohne Struktur haben. Spracherkennung wandelt eine kurze Notiz zur Einbausituation in einen strukturierten Eintrag. Und eine Vollständigkeitsprüfung meldet Elemente, für die keine Bilder der inneren Abdichtungsebene vorliegen, solange die Anschlüsse noch offen sind.
Ein praktischer Hinweis: Die Dokumentation zahlt sich vor allem im Streitfall aus, etwa bei einem Blower-Door-Ergebnis, das Leckagen im Fensteranschluss zeigt. Ohne Nachweis liegt die Beweislast ungünstig; mit lückenlosen Bildern lässt sich die eigene Ausführung belegen und die Ursache anderswo suchen.
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Häufige Fragen zu RAL-Montage dokumentieren
Welche Angaben gehören in die Dokumentation?
Warum reicht ein Foto am fertigen Fenster nicht?
Wie halte ich den Aufwand auf der Baustelle gering?
Wem nützt die Dokumentation außer im Streitfall?
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