Glossar

Ransomware

Ransomware ist Schadsoftware, die Firmendaten verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigeben soll, was Betriebe zeitweise arbeitsunfähig machen kann.

Ransomware ist Schadsoftware, die nach einer Infektion Dateien auf einem Gerät oder im gesamten Firmennetzwerk verschlüsselt und damit unbrauchbar macht. Die Angreifer fordern anschließend eine Zahlung, meist in Kryptowährung, für die angebliche Entschlüsselung der betroffenen Daten. Eine Zahlung garantiert dabei jedoch weder die tatsächliche Wiederherstellung der Daten noch schützt sie vor erneuten Angriffen desselben Ziels, weshalb sie allgemein nicht empfohlen wird und auch von Sicherheitsbehörden regelmäßig davon abgeraten wird, weil jede Zahlung das Geschäftsmodell der Angreifer zusätzlich stützt.

Für Handwerks- und Baubetriebe kann ein solcher Angriff besonders schmerzhaft sein, weil Auftragsverwaltung, Buchhaltung und teils auch die Kommunikation mit Kunden von einem einzigen zentralen System abhängen. Ist dieses System verschlüsselt, steht im schlimmsten Fall der gesamte Bürobetrieb still, während laufende Baustellen weiterlaufen und dringend Informationen, Pläne oder Materiallisten benötigen, die dann nicht mehr abrufbar sind, sodass Termine verschoben oder Material falsch bestellt werden könnte.

Bezug zur Digitalisierung

Ransomware gelangt meist über Phishing-Mails mit infizierten Anhängen, über unsichere Fernzugänge oder über veraltete, nicht aktualisierte Software auf ein System. Je mehr Geräte und Dienste im Betrieb vernetzt sind, desto schneller kann sich eine Infektion von einem einzelnen Rechner auf das gesamte Netzwerk ausbreiten, wenn keine klaren technischen Grenzen zwischen einzelnen Systemen bestehen, etwa durch getrennte Netzwerkbereiche für Büro und Baustellengeräte.

Der wirksamste Schutz vor den Folgen eines Angriffs ist eine funktionierende Backup-Strategie mit einer Kopie, die vom Angriff nicht mitbetroffen sein kann, etwa weil sie räumlich getrennt oder nicht dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden ist. Ergänzend kann eine Cyberversicherung bei den finanziellen Folgen und der organisatorischen Bewältigung des Vorfalls unterstützen, ersetzt die technische Vorsorge aber keinesfalls, da sie erst nach dem eigentlichen Schaden wirkt.

Wichtig ist außerdem, im Vorfeld festzulegen, wie im Ernstfall vorgegangen wird: welche Systeme sofort vom Netz getrennt werden, wer informiert wird und wie die Wiederherstellung im Anschluss abläuft. Dieser Ablauf gehört in den Notfallplan IT, damit im Ernstfall schnell und überlegt statt panisch und unkoordiniert reagiert wird, wenn ohnehin schon jede Minute zählt und unüberlegte Reaktionen den Schaden eher vergrößern als verringern. Ein einmal durchdachter Plan nimmt in dieser Situation viel Druck von den handelnden Personen und ermöglicht ein koordiniertes Vorgehen statt hektischer Einzelentscheidungen.

FAQ

Häufige Fragen zu Ransomware

Warum trifft das Handwerksbetriebe besonders hart?
Weil Auftragsverwaltung, Buchhaltung und teils die Kundenkommunikation von einem einzigen zentralen System abhängen. Ist dieses verschlüsselt, steht der Bürobetrieb still, während laufende Baustellen weiterlaufen und dringend Pläne, Informationen und Materiallisten brauchen. Termine verschieben sich, und Material wird falsch oder gar nicht bestellt.
Wie gelangt Ransomware in den Betrieb?
Meist über Phishing-Mails mit infizierten Anhängen, über unsichere Fernzugänge und über veraltete Systeme mit bekannten Sicherheitslücken. Der Einstieg erfolgt also selten technisch spektakulär, sondern über alltägliche Wege. Entsprechend wirken Aufmerksamkeit im Umgang mit Mails und aktuelle Systeme stärker als jede zusätzliche Software.
Was schützt am wirksamsten?
Eine Sicherung, die vom laufenden Netz getrennt oder nicht überschreibbar ist, und mehrere Stände über einen längeren Zeitraum, weil eine Infektion oft erst Tage später auffällt. Ergänzend gehören Zugangsschutz, aktuelle Systeme und ein getesteter Wiederherstellungsablauf dazu, damit die Sicherung im Ernstfall auch nutzbar ist.
Was ist im Ernstfall zuerst zu tun?
Betroffene Systeme vom Netz trennen, nicht ausschalten, und fachliche Unterstützung hinzuziehen. Zu prüfen sind außerdem Melde- und Benachrichtigungspflichten, wenn personenbezogene Daten betroffen sind. Ein vorbereiteter Ablauf mit Ansprechpartnern und Telefonnummern auf Papier hilft mehr als jede Überlegung im laufenden Vorfall. Improvisation im laufenden Vorfall kostet in aller Regel zusätzliche Zeit.

Bereit, KI in Ihrem Betrieb arbeiten zu lassen?

In einer kostenlosen KI-Potenzialanalyse zeigen wir konkret, wo in Ihrem Betrieb Zeit und Geld liegen – unverbindlich und ohne Technik-Kauderwelsch.

Kostenlose KI-Analyse