Glossar

Capmo

Capmo ist ein am Markt verfügbares Produkt aus der Kategorie der Bauprojekt- und Baudokumentationssoftware für Bauunternehmen und Planungsbeteiligte.

Capmo gehört zur Kategorie der Bauprojekt- und Dokumentationslösungen. Produkte dieser Kategorie unterstützen die Zusammenarbeit auf Baustellen zwischen Bauleitung, ausführenden Betrieben und Planungsbeteiligten. Der konkrete Funktionsumfang und die Konditionen sind beim Anbieter zu prüfen, da sich Produktzuschnitte in diesem Segment häufig ändern.

Der typische Leistungsumfang solcher Lösungen umfasst Bautagebuch und Baustellenberichte, Fotodokumentation mit Verortung, Mängelmanagement mit Zuordnung an Nachunternehmer und Fristen, Aufgabenverfolgung, Planverwaltung mit Versionsständen sowie Protokolle aus Baubesprechungen. Genutzt wird meist eine Kombination aus mobiler App auf der Baustelle und Weboberfläche im Büro.

Für die Auswahl in dieser Kategorie sind mehrere Punkte entscheidend. Zuerst die Zusammenarbeit mit Externen: Wie werden Nachunternehmer und Planer eingebunden, benötigen sie eigene Zugänge, und entstehen dafür zusätzliche Kosten. Wenn ein Beteiligter nicht mitarbeitet, entsteht eine Lücke, die per E-Mail geschlossen wird, und der Vorteil der gemeinsamen Dokumentation entfällt teilweise.

Für die Einordnung ist die Abgrenzung zur Handwerkersoftware wesentlich. Lösungen dieser Kategorie decken Dokumentation und Zusammenarbeit auf der Baustelle ab, nicht Kalkulation, Materialwirtschaft und Rechnungswesen. Betriebe setzen sie deshalb meist ergänzend ein, was die Frage der Schnittstellen und der doppelten Datenpflege aufwirft.

Zu klären ist außerdem, wem die Dokumentation gehört, wenn der Auftraggeber das System stellt. Arbeitet ein ausführender Betrieb im Projektraum des Generalunternehmers, liegen seine Fotos und Berichte in einem fremden System. Nach Projektende kann der Zugriff enden. Eine eigene Ablage der eigenen Dokumentation bleibt in diesem Fall erforderlich.

Bezug zur Digitalisierung

Zweitens die Offline-Fähigkeit, weil Rohbauten und Untergeschosse keine verlässliche Verbindung bieten. Erfasste Mängel und Fotos dürfen bei fehlender Verbindung nicht verloren gehen. Drittens die Beweistauglichkeit der Dokumentation: Zeitstempel, unveränderbare Ablage der Originalfotos und nachvollziehbare Änderungshistorie sind bei Streitfällen über Bauzustände von Bedeutung. Viertens der Datenexport, insbesondere die Frage, ob Fotos mit ihrem Vorgangsbezug herausgegeben werden und nicht nur als Dateisammlung.

Werden KI-gestützte Funktionen angeboten, etwa Zusammenfassungen von Berichten oder Vorschläge für Mängelbeschreibungen aus Fotos, sind sie an eigenen Unterlagen zu erproben. Für Mängelanzeigen und Fristsetzungen bleibt die fachliche Prüfung durch die Bauleitung erforderlich, weil diese rechtliche Wirkung entfalten.

Datenschutzrechtlich ist zu beachten, dass Baustellenfotos Personen zeigen können und Zugänge personenbezogen sind. Verarbeitungsort und Auftragsverarbeitungsvertrag gehören in die Datenschutzprüfung des Anbieters.

Ein Beispiel aus dem Ausbaubereich: Werden Mängel im gemeinsamen System erfasst, ist die Zuordnung an den verursachenden Nachunternehmer und die Fristsetzung nachvollziehbar dokumentiert. Läuft dieselbe Abstimmung über Messenger, fehlt später der Nachweis, wann welcher Punkt gerügt wurde.

Praktisch empfiehlt sich eine Erprobung auf einem laufenden Projekt mit allen tatsächlich beteiligten Parteien, nicht nur im eigenen Team.

FAQ

Häufige Fragen zu Capmo

Was leisten solche Lösungen, was nicht?
Sie decken Dokumentation und Zusammenarbeit auf der Baustelle ab: Bautagebuch, Fotodokumentation, Mängelmanagement, Aufgabenverfolgung, Planverwaltung, Protokolle. Nicht abgedeckt sind Kalkulation, Materialwirtschaft und Rechnungswesen. Betriebe setzen sie deshalb ergänzend ein, was die Frage der Schnittstellen und doppelten Datenpflege aufwirft. Sinnvoll ist deshalb, vor der Einführung festzulegen, welches System der führende Datenbestand ist und welche Daten zwischen beiden fließen.
Was ist bei der Einbindung von Nachunternehmern zu klären?
Ob sie eigene Zugänge benötigen und ob dafür zusätzliche Kosten entstehen. Arbeitet ein Beteiligter nicht mit, entsteht eine Lücke, die per E-Mail geschlossen wird, und der Vorteil der gemeinsamen Dokumentation entfällt teilweise. Eine Erprobung sollte deshalb mit allen tatsächlich beteiligten Parteien erfolgen. Sinnvoll ist deshalb, die Zugänge für Externe vor Vertragsschluss zu klären und ihre Kosten in den Vergleich einzubeziehen.
Wem gehört die Dokumentation, wenn der Auftraggeber das System stellt?
Das ist vorab zu klären. Arbeitet ein ausführender Betrieb im Projektraum des Generalunternehmers, liegen seine Fotos und Berichte in einem fremden System, und nach Projektende kann der Zugriff enden. Eine eigene Ablage der eigenen Dokumentation bleibt in diesem Fall erforderlich. Sinnvoll ist deshalb, die eigenen Fotos und Berichte parallel in der eigenen Bauakte abzulegen, solange das Projekt läuft.
Worauf achte ich bei der Beweistauglichkeit?
Auf Zeitstempel, unveränderbare Ablage der Originalfotos und eine nachvollziehbare Änderungshistorie. Beim Datenexport ist zusätzlich entscheidend, ob Fotos mit ihrem Vorgangsbezug herausgegeben werden und nicht nur als Dateisammlung ohne Zuordnung. Sinnvoll ist deshalb, diese Punkte in einer Erprobung an einem echten Vorgang zu prüfen statt sie sich zusichern zu lassen. Besonders der Export sollte einmal vollständig durchgeführt und angesehen werden.

Bereit, KI in Ihrem Betrieb arbeiten zu lassen?

In einer kostenlosen KI-Potenzialanalyse zeigen wir konkret, wo in Ihrem Betrieb Zeit und Geld liegen – unverbindlich und ohne Technik-Kauderwelsch.

Kostenlose KI-Analyse