Glossar

Verschlüsselte Übertragung

Verschlüsselte Übertragung schützt Daten auf dem Weg zwischen Sender und Empfänger vor unbefugtem Mitlesen, etwa bei E-Mails oder Webformularen.

Verschlüsselte Übertragung bedeutet, dass Daten auf dem Weg von einem Sender zu einem Empfänger so verschlüsselt werden, dass Dritte sie unterwegs nicht mitlesen können, selbst wenn sie den Datenverkehr abfangen. Im Internet geschieht das meist über das Protokoll TLS, erkennbar am Schloss-Symbol und https in der Adresszeile des Browsers. Ohne diese Verschlüsselung sind Formulareingaben, Anhänge oder Zugangsdaten auf dem Übertragungsweg im Klartext lesbar. Zu unterscheiden ist dabei die Verschlüsselung während der Übertragung von der Verschlüsselung gespeicherter Daten auf einer Festplatte oder in einer Datenbank: Beides ergänzt sich, eines ersetzt das andere jedoch nicht.

Für Handwerksbetriebe ist verschlüsselte Übertragung überall dort relevant, wo Kundendaten den Betrieb verlassen oder erreichen: beim Versand eines Angebots per E-Mail, beim Ausfüllen eines Kontaktformulars auf der Website, beim Hochladen von Rechnungen in ein Kundenportal oder bei der Übertragung von Baustellenfotos in eine Cloud. Eine Website ohne aktuelle TLS-Verschlüsselung wird von Browsern zudem als unsicher markiert, was potenzielle Kunden abschrecken kann, noch bevor sie eine Anfrage stellen. Häufig übersehen wird dabei die klassische E-Mail: Der Transportweg zwischen den beteiligten Mailservern ist zwar heute meist verschlüsselt, der Inhalt selbst liegt beim Empfänger jedoch oft unverschlüsselt, weshalb besonders sensible Anhänge wie Ausweiskopien oder Gesundheitsdaten von Mitarbeitenden zusätzlichen Schutz verdienen, etwa durch ein passwortgeschütztes Dokument oder ein Kundenportal statt eines offenen E-Mail-Anhangs.

Bezug zur Digitalisierung

Mit jedem digitalen Kanal, über den Kundendaten laufen, wird die Frage nach verschlüsselter Übertragung wichtiger. Das betrifft nicht nur die eigene Website, sondern auch eingesetzte Software: Ein ERP-System oder ein Tool zur digitalen Angebotserstellung sollte Daten grundsätzlich verschlüsselt übertragen, auch zwischen Baustellen-Tablet und Büroserver. Anders als ein VPN, das die gesamte Verbindung eines Geräts absichert, schützt verschlüsselte Übertragung jeweils den einzelnen Datenaustausch, etwa eine E-Mail oder einen Formularaufruf, unabhängig davon, über welches Netz das Gerät gerade verbunden ist.

Bei der Auswahl von Software oder eines Website-Anbieters lohnt sich ein Blick darauf, ob Verschlüsselung standardmäßig aktiv ist oder gesondert eingerichtet werden muss. Im Zweifel gibt der IT-Dienstleister oder Software-Anbieter Auskunft, welche Verschlüsselung für die jeweilige Verbindung tatsächlich genutzt wird.

Ein einfacher Praxistest zeigt bereits viel: Ruft man die eigene Website auf und prüft, ob der Browser ein Schloss-Symbol ohne Warnhinweis anzeigt, ist die Grundverschlüsselung vorhanden. Bei Formularen, über die Kundendaten eingehen, lohnt zusätzlich die Nachfrage beim Website-Anbieter, ob diese Verschlüsselung auch bei der internen Weiterleitung der Anfrage, etwa per E-Mail-Benachrichtigung, bestehen bleibt und nicht erst danach im Klartext weiterläuft.

FAQ

Häufige Fragen zu Verschlüsselte Übertragung

Was ist der Unterschied zur Verschlüsselung gespeicherter Daten?
Die Transportverschlüsselung schützt die Daten nur auf dem Weg. Sind sie beim Empfänger angekommen oder auf einer Festplatte abgelegt, greift sie nicht mehr; dafür braucht es eine Verschlüsselung der gespeicherten Daten. Beides ergänzt sich, eines ersetzt das andere nicht. Prüfen Sie bei Software, welche der beiden tatsächlich vorhanden ist.
Wo wird die E-Mail überschätzt?
Beim Inhalt. Der Transportweg zwischen den beteiligten Mailservern ist heute meist verschlüsselt, der Inhalt liegt beim Empfänger jedoch oft unverschlüsselt. Besonders sensible Anhänge wie Ausweiskopien oder Gesundheitsdaten von Mitarbeitenden verdienen deshalb zusätzlichen Schutz, etwa durch ein passwortgeschütztes Dokument oder ein Kundenportal statt eines offenen Anhangs.
Was ist der Unterschied zu einem VPN?
Ein VPN sichert die gesamte Verbindung eines Geräts ab, unabhängig davon, welche Anwendung gerade sendet. Verschlüsselte Übertragung schützt jeweils den einzelnen Datenaustausch, etwa eine E-Mail oder einen Formularaufruf, unabhängig vom genutzten Netz. Für die Verbindung zwischen Baustellen-Tablet und Büroserver sind beide Wege gebräuchlich.
Wie prüfe ich das ohne IT-Kenntnisse?
Rufen Sie die eigene Website auf und sehen Sie nach, ob der Browser ein Schloss-Symbol ohne Warnhinweis anzeigt; dann ist die Grundverschlüsselung vorhanden. Fragen Sie zusätzlich beim Website-Anbieter nach, ob die Verschlüsselung auch bei der internen Weiterleitung einer Formularanfrage bestehen bleibt und nicht danach im Klartext weiterläuft.

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