Glossar

Datensicherung

Datensicherung bezeichnet den konkreten Vorgang, Kopien wichtiger Firmendaten anzulegen, damit sie nach einem Datenverlust, Defekt oder Angriff wiederhergestellt werden können.

Datensicherung ist der konkrete Vorgang, bei dem eine Kopie von Daten erstellt wird, um sie im Fall eines Verlusts, eines technischen Defekts oder eines Angriffs wiederherstellen zu können. Sie ist damit die praktische Umsetzung dessen, was in einer übergeordneten Backup-Strategie als Konzept festgelegt wird: Diese legt fest, wie und wie oft gesichert wird, die Datensicherung ist der einzelne Sicherungslauf selbst, der diesen Vorgaben folgt. Beide Begriffe werden im Alltag oft synonym verwendet, obwohl sie streng genommen unterschiedliche Ebenen beschreiben, ähnlich wie ein einzelner Bauabschnitt Teil eines größeren Bauzeitenplans ist.

In einem Handwerksbetrieb betrifft das mehrere Datenbestände gleichzeitig: die Buchhaltung mit offenen Rechnungen, die Kundendatenbank, laufende Aufträge und Kalkulationen sowie Pläne und Fotos zu aktuellen Baustellen. Geht einer dieser Bestände ohne Sicherung verloren, etwa durch einen defekten Rechner oder ein versehentlich überschriebenes Verzeichnis, kann das laufende Geschäft empfindlich stören, weil offene Rechnungen oder aktuelle Kalkulationen plötzlich nicht mehr auffindbar sind und mühsam aus E-Mails oder Papierunterlagen rekonstruiert werden müssten.

Bezug zur Digitalisierung

Cloud-basierte Software übernimmt die technische Sicherung häufig automatisch im Hintergrund, was für viele Betriebe eine spürbare Erleichterung gegenüber der früheren Sicherung auf externen Festplatten ist. Das entbindet jedoch nicht davon zu wissen, was genau gesichert wird und wie schnell im Ernstfall auf eine ältere Version zurückgegriffen werden kann, etwa wenn Daten versehentlich gelöscht oder durch einen Fehler überschrieben wurden. Ein Blick in die Einstellungen des jeweiligen Anbieters schafft hier oft schnell Klarheit über den tatsächlichen Umfang der automatischen Sicherung.

Bei lokal betriebener Software, etwa einer klassischen Warenwirtschaft oder einem lokalen Dateiserver, liegt die Verantwortung für die Datensicherung vollständig beim Betrieb selbst. Hier sollte klar geregelt sein, wer die Sicherung durchführt, wie oft das geschieht und wo die Kopie aufbewahrt wird, idealerweise räumlich getrennt vom Original, um auch bei einem Ransomware-Angriff auf das Hauptsystem noch über nutzbare, unversehrte Daten zu verfügen. Eine dauerhaft mit dem Netzwerk verbundene Sicherung schützt in einem solchen Fall oft nicht ausreichend.

Eine Datensicherung ist nur dann wirklich verlässlich, wenn sie nachweislich funktioniert. Ein gelegentlicher Wiederherstellungstest, bei dem probeweise Daten zurückgespielt werden, deckt technische Probleme auf, bevor sie im echten Notfall zum Problem werden, und sollte fester Bestandteil des Notfallplans IT sein. Wer diesen Test nie durchführt, verlässt sich im Zweifel auf eine Sicherung, deren tatsächliche Funktionsfähigkeit niemand im Betrieb je überprüft hat, was sich meist erst im ungünstigsten Moment zeigt.

FAQ

Häufige Fragen zu Datensicherung

Woher weiß ich, dass meine Sicherung funktioniert?
Nur durch eine Rücksicherung. Ein Sicherungslauf, der ohne Fehlermeldung endet, sagt nichts darüber aus, ob sich die Daten tatsächlich zurückholen lassen. Sinnvoll ist, in festen Abständen einzelne Dateien und einmal jährlich einen vollständigen Bestand testweise wiederherzustellen und die benötigte Zeit dabei zu notieren.
Reicht es, wenn meine Software in der Cloud läuft?
Der Anbieter sichert seine Infrastruktur, das schützt aber nicht vor eigenen Fehlern: versehentlich gelöschte Vorgänge, fehlerhafte Importe oder ein kompromittierter Zugang wirken sich sofort auf den gesamten Bestand aus. Zu klären ist deshalb, wie weit der Anbieter zurückspielen kann und ob ein eigener regelmäßiger Export möglich ist.
Was ist der Unterschied zur Archivierung?
Die Sicherung schützt den aktuellen Bestand vor Verlust und wird laufend überschrieben. Die Archivierung bewahrt bestimmte Unterlagen über gesetzlich vorgegebene Zeiträume unveränderbar auf. Eine Sicherung erfüllt Aufbewahrungspflichten deshalb nicht, und ein Archiv ersetzt keine Sicherung. Beides wird getrennt eingerichtet und getrennt geprüft.
Was schützt gegen Verschlüsselungstrojaner?
Vor allem eine Kopie, die vom laufenden Netz getrennt oder nicht überschreibbar ist. Sicherungen auf einer dauerhaft verbundenen Festplatte werden von Schadsoftware mitverschlüsselt. Sinnvoll sind mehrere Stände über einen längeren Zeitraum, weil eine Infektion oft erst Tage später auffällt und die jüngsten Sicherungen dann bereits betroffen sind.

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