Glossar

Coachingtag

Der Coachingtag ist die übliche Abrechnungseinheit in Coaching-Förderprogrammen und umfasst einen festgelegten Umfang an Beratungszeit mit dem Betrieb.

Der Coachingtag ist die Abrechnungseinheit, in der geförderte Coachings bemessen werden. Statt Stundensätze abzurechnen, bewilligen Programme eine bestimmte Anzahl an Tagen, die innerhalb des Förderzeitraums abgerufen werden können. Ein Tag steht dabei für einen definierten Umfang an Arbeitszeit des Coaches mit dem Betrieb, der in der jeweiligen Richtlinie festgelegt ist.

Ein Coachingtag ist nicht zwingend ein zusammenhängender Kalendertag. Je nach Programm lassen sich Tage in Halbtage aufteilen oder auf mehrere Termine verteilen. Das ist im Handwerk praktisch relevant, weil ganztägige Termine mit Betriebsinhaber und Mitarbeitenden schwer zu organisieren sind, wenn parallel Baustellen laufen.

Zu klären ist außerdem, welche Leistungen des Coaches auf die Tage angerechnet werden. In der Regel zählt die gemeinsame Arbeitszeit mit dem Betrieb, während Vor- und Nachbereitung sowie die Erstellung des Berichts unterschiedlich behandelt werden. Diese Abgrenzung sollte vor Beginn schriftlich geklärt sein, sonst entsteht Streit darüber, wie viele Tage tatsächlich verbraucht sind.

Zu beachten ist die Verfügbarkeit der Personen im Betrieb. Ein Coachingtag bindet nicht nur den Coach, sondern auch die Beteiligten aus dem Betrieb. Werden Termine in die auftragsstarke Zeit gelegt, erscheinen einzelne Teilnehmer nicht, und der Tag verliert seinen Wert, obwohl er auf das Kontingent angerechnet wird. Sinnvoll ist deshalb, die Termine gemeinsam mit der Einsatzplanung festzulegen und die Teilnehmenden für diesen Zeitraum ausdrücklich von Baustellen freizustellen.

Bezug zur Digitalisierung

Bei Coachings zu Digitalisierungs- und KI-Themen ist die Verteilung der Tage über die Zeit meist wirksamer als ein Block am Anfang. Ein typischer Zuschnitt sieht eine Bestandsaufnahme vor, danach die Begleitung während der Umsetzung und am Ende eine Auswertung. Zwischen den Terminen arbeitet der Betrieb selbst, was Voraussetzung dafür ist, dass Veränderungen im Alltag ankommen.

Sinnvoll ist, vor dem ersten Termin festzulegen, welches konkrete Ergebnis am Ende stehen soll. Ein Coaching, das nur Bewusstsein schafft, hinterlässt wenig. Ein Coaching, das mit einer eingeführten Regelung endet, etwa einem verbindlichen Ablauf für die Baustellendokumentation oder einer schriftlichen Nutzungsregel für KI-Werkzeuge, hat einen greifbaren Nutzen.

Ein Beispiel aus einem Elektrobetrieb: Verteilt auf Bestandsaufnahme, zwei Begleitterminen während der Umstellung und einer Auswertung, wirken vier Tage deutlich stärker als vier aufeinanderfolgende Tage am Anfang. Zwischen den Terminen entstehen die Erfahrungen, über die im nächsten Termin gesprochen wird.

Programme wie das INQA-Coaching arbeiten mit dieser Einheit und regeln zugleich, wie viele Tage insgesamt und in welchem Zeitraum abgerufen werden können. Die konkreten Werte stehen in der jeweils geltenden Richtlinie und sollten vor Antragstellung geprüft werden.

FAQ

Häufige Fragen zu Coachingtag

Muss ein Coachingtag an einem Stück stattfinden?
Nicht zwingend. Je nach Programm lassen sich Tage in Halbtage aufteilen oder auf mehrere Termine verteilen. Im Handwerk ist das praktisch wichtig, weil ganztägige Termine mit Inhaber und Mitarbeitenden schwer zu organisieren sind, während parallel Baustellen laufen. Die zulässige Aufteilung ergibt sich aus der jeweiligen Richtlinie.
Welche Leistungen werden auf die Tage angerechnet?
In der Regel die gemeinsame Arbeitszeit mit dem Betrieb. Vor- und Nachbereitung sowie die Erstellung des Berichts werden je nach Programm unterschiedlich behandelt. Diese Abgrenzung sollte vor Beginn schriftlich geklärt sein, sonst entsteht Streit darüber, wie viele Tage tatsächlich verbraucht sind und was noch zur Verfügung steht.
Was ist bei der Terminplanung zu beachten?
Ein Coachingtag bindet nicht nur den Coach, sondern auch die Beteiligten im Betrieb. Werden Termine kurzfristig wegen einer Baustelle abgesagt, verfallen sie unter Umständen oder verursachen Ausfallkosten. Sinnvoll ist, die Termine früh und außerhalb der Hauptsaison zu legen und Vertretungen für den Baustellenbetrieb vorab zu klären.
Wie viele Tage sind für ein Vorhaben realistisch?
Das hängt vom Umfang ab und ist mit der beratenden Stelle abzustimmen. Für eine begrenzte Fragestellung reichen wenige Tage, für die Umstellung eines Kernprozesses samt Einführung deutlich mehr. Wichtiger als die Zahl ist, dass zwischen den Terminen im Betrieb tatsächlich gearbeitet wird und Aufgaben erledigt sind.

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