Make
Make gehört zu den Automatisierungsplattformen für die visuelle Verkettung von Abläufen zwischen Systemen. Funktionsumfang und Konditionen sind beim Anbieter zu prüfen.
Make gehört zur Kategorie der Automatisierungsplattformen für die visuelle Verkettung von Abläufen zwischen Systemen. Für Handwerks- und Bauunternehmen ist weniger der Anbietername entscheidend als die Frage, welche Aufgabe eine Lösung dieser Kategorie im Betrieb übernehmen soll und wie sie sich in vorhandene Abläufe einfügt.
Solche Plattformen verbinden Anwendungen über deren Schnittstellen und führen Abläufe nach hinterlegten Regeln aus. Für Handwerksbetriebe lohnen sich vor allem einfache Verkettungen rund um Anfragen, Bestätigungen, Terminvorschläge und Wiedervorlagen.
Der Einrichtungsaufwand für einen Ablauf liegt realistisch bei zwei bis vier Stunden, der Wartungsaufwand bei etwa einer Stunde pro Quartal je Ablauf. Ändert sich ein verbundenes System, bricht die Verbindung — ohne benannte Zuständigkeit fällt das erst auf, wenn jemand ein Ergebnis vermisst.
Ein Beispiel aus einem Dachdeckerbetrieb: Kommt eine Anfrage über das Kontaktformular, prüft der Ablauf anhand der Postleitzahl, ob das Objekt im Einsatzgebiet liegt, legt bei Treffer einen Vorgang mit Wiedervorlage in sieben Tagen an und trägt den Kunden in die Nachfassliste ein. Liegt die Anfrage außerhalb, geht eine vorbereitete Absage heraus. Die häufigste Fehlerquelle liegt im Testumfang: Geprüft wird der Normalfall, nicht die Ausnahme. Eine Anfrage ohne Postleitzahl, mit Umlaut in einem Feld oder mit Anhang läuft dann anders als erwartet. Wer einen Ablauf produktiv nimmt, sollte ihn vorher mit mindestens drei realen Altanfragen durchspielen, darunter bewusst eine unvollständige.
Auswahlkriterien für diese Kategorie
Schnittstellen. Lässt sich die Lösung mit der vorhandenen Branchensoftware und der Buchhaltung verbinden? Ohne Anbindung entsteht an genau dieser Stelle eine Doppelerfassung.
Datenhoheit. In welchem Format kommen Ihre Daten heraus, wenn Sie kündigen? Eine ausweichende Antwort auf diese Frage ist ein Warnsignal.
Datenschutz. Werden personenbezogene Daten verarbeitet — Kundendaten, Sprachaufnahmen, Baustellenfotos mit erkennbaren Adressen —, braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag und Klarheit über den Serverstandort. Kostenlose Versionen sind für Betriebsdaten in der Regel nicht geeignet.
Aufwand für Einrichtung und Pflege. Der laufende Pflegeaufwand wird fast immer unterschätzt. Jede Lösung braucht eine benannte zuständige Person, sonst veraltet die Konfiguration unbemerkt.
Nachweispflichten. Sobald KI-Systeme im Betrieb genutzt werden, greift die Förderpflicht zur KI-Kompetenz nach Artikel 4 EU AI Act in der durch den Digital Omnibus abgeschwächten Fassung. Erforderlich sind angemessene Maßnahmen, kein garantiertes Kompetenzniveau je Person — praktisch eine Systemliste, eine Nutzungsrichtlinie und eine dokumentierte Unterweisung.
Vor dem Aufbau des ersten Ablaufs sind drei Punkte zu klären: welche Systeme überhaupt eine nutzbare API anbieten, wer im Betrieb Zugriff auf die hinterlegten Zugangsdaten hat, und wie ein Ablauf im Störungsfall von Hand ersetzt wird. Die dritte Frage wird am häufigsten übersehen und entscheidet darüber, ob ein Ausfall eine Unannehmlichkeit bleibt oder den Vorgang stoppt.
Testen Sie vor der Entscheidung mit einem echten Vorgang aus Ihrem Betrieb statt mit dem Demobeispiel des Anbieters.
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Häufige Fragen zu Make
Wie viel Aufwand steckt in einem Ablauf?
Was passiert, wenn ein verbundenes System sich ändert?
Wofür lohnt sich der Einsatz im Handwerksbetrieb?
Was ist beim Datenschutz zu beachten?
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