Glossar

Label Software

Label Software ist ein am Markt tätiger Anbieter aus der Kategorie der Handwerkersoftware für kaufmännische und organisatorische Betriebsabläufe.

Label Software gehört zur Kategorie der Anbieter von Handwerkersoftware. Produkte dieser Kategorie bilden die betrieblichen Abläufe eines Handwerksbetriebs ab, von der Anfrage bis zur Rechnung. Welche Module, Ausbaustufen und Konditionen konkret angeboten werden, ist beim Anbieter zu prüfen, da sich Produktzuschnitt und Leistungsumfang regelmäßig ändern.

Der typische Funktionsumfang solcher Lösungen umfasst Kunden- und Artikelverwaltung, Angebot und Kalkulation, Auftrags- und Projektverwaltung, Zeiterfassung, Materialwirtschaft, Rechnungsstellung und Auswertungen. Je nach Ausbaustufe kommen Baustellendokumentation, Wartungsverwaltung, mobile Anwendungen sowie Anbindungen an Großhandel und Buchhaltung hinzu. Viele Anbieter dieser Kategorie führen gewerkespezifische Varianten.

Bei der Bewertung sollte ein Betrieb nicht mit dem Funktionsvergleich beginnen, sondern mit den eigenen Anforderungen. Ein Anforderungskatalog mit prüfbaren Sätzen zu den tatsächlich benötigten Abläufen ist die Grundlage, an der sich jede Vorführung messen lässt. Ohne diese Vorarbeit bewertet man das, was gezeigt wird, und übersieht, was fehlt.

Für die Bewertung ist die Abgrenzung zwischen Grundpaket und Zusatzmodulen wesentlich. In dieser Produktkategorie sind Funktionen wie Wartungsverwaltung, mobile Erfassung oder Schnittstellen häufig eigenständige Bestandteile, die getrennt beauftragt werden. Ein Vergleich, der nur den Einstiegspreis betrachtet, führt deshalb regelmäßig in die Irre. Sinnvoll ist, den benötigten Funktionsumfang vollständig zu benennen und dazu ein Angebot zu verlangen.

Ebenso zu klären ist der Zuschnitt auf das eigene Gewerk. Ein Betrieb mit Servicegeschäft und wiederkehrenden Wartungen stellt andere Anforderungen als ein Betrieb, der überwiegend nach Leistungsverzeichnis arbeitet. Vorführungen sollten deshalb an einem typischen eigenen Auftrag durchgespielt werden, nicht an einem Beispiel des Anbieters.

Bezug zur Digitalisierung

Die entscheidenden Prüfpunkte sind in dieser Kategorie durchgängig dieselben. Erstens die Schnittstellen zu Steuerberater, Großhandel und Lohnabrechnung sowie die Unterstützung der E-Rechnung. Zweitens die mobile Nutzung mit Offline-Fähigkeit, da sonst Zeiten und Material weiterhin über Papier laufen. Drittens der Datenexport beim Anbieterwechsel, der die spätere Wechselfähigkeit bestimmt. Viertens die Gesamtkosten über mehrere Jahre einschließlich Einführung, Datenmigration und Schulung, siehe Total Cost of Ownership.

Werden KI-gestützte Funktionen beworben, ist eine Erprobung an eigenen Unterlagen aussagekräftiger als die Produktbeschreibung. Maßgeblich ist der Anteil der Ergebnisse, der ohne Korrektur übernommen werden kann. Verarbeitungsort, Auftragsverarbeitungsvertrag und Trainingsnutzung gehören in die Datenschutzprüfung des Anbieters.

Zur Bewertung gehört außerdem der Support. Zu klären sind Erreichbarkeit, zugesagte Reaktionszeiten, die Kosten für Unterstützung außerhalb des Grundvertrags und die Frage, ob Ansprechpartner das Gewerk kennen. Bei einer Software, die den gesamten Auftragsdurchlauf trägt, entscheidet die Verfügbarkeit von Unterstützung im Störungsfall über den Betriebsablauf.

Praktisch sollte die Entscheidung nicht allein in der Geschäftsführung fallen. Wer die Software täglich bedient, erkennt Reibungspunkte, die in einer Präsentation nicht auffallen, und trägt die Einführung anschließend eher mit.

FAQ

Häufige Fragen zu Label Software

Was gehört zum Grundpaket, was ist Zusatzmodul?
In dieser Produktkategorie sind Funktionen wie Wartungsverwaltung, mobile Erfassung oder einzelne Schnittstellen häufig eigenständige Bestandteile, die getrennt beauftragt werden. Ein Vergleich, der nur den Einstiegspreis betrachtet, führt deshalb in die Irre. Sinnvoll ist, den vollständig benötigten Funktionsumfang zu benennen und dazu ein Angebot zu verlangen. Sinnvoll ist außerdem, sich die Preise der Zusatzmodule für mehrere Jahre vorab bestätigen zu lassen.
Wie führe ich eine aussagekräftige Vorführung durch?
An einem typischen eigenen Auftrag statt am Beispiel des Anbieters. Ein Betrieb mit Servicegeschäft und wiederkehrenden Wartungen stellt andere Anforderungen als einer, der überwiegend nach Leistungsverzeichnis arbeitet. Wer die Vorführung selbst steuert, erkennt schnell, an welcher Stelle im eigenen Ablauf die Lösung nicht trägt. Sinnvoll ist außerdem, die Personen einzubeziehen, die die Software später täglich bedienen, weil sie Reibungspunkte am schnellsten erkennen.
Welche Prüfpunkte sind bei dieser Kategorie entscheidend?
Schnittstellen zu Steuerberater, Großhandel und Lohnabrechnung samt E-Rechnung, mobile Nutzung mit Offline-Fähigkeit, der Datenexport bei einem späteren Anbieterwechsel sowie die Gesamtkosten über mehrere Jahre einschließlich Einführung, Datenmigration und Schulung. Diese vier Punkte entscheiden stärker über den Alltag als jede einzelne Zusatzfunktion. Sinnvoll ist, diese vier Punkte vor der ersten Vorführung schriftlich festzuhalten und bei jedem Anbieter gleich abzufragen.
Wie bewerte ich beworbene KI-Funktionen?
Durch Erprobung an eigenen Unterlagen, nicht anhand der Produktbeschreibung. Maßgeblich ist der Anteil der Ergebnisse, der ohne Korrektur übernommen werden kann. Verarbeitungsort, Auftragsverarbeitungsvertrag und die Frage, ob Eingaben zum Training genutzt werden, gehören in dieselbe Prüfung. Sinnvoll ist außerdem, die Erprobung mit einem Vorgang zu führen, bei dem Angaben unvollständig sind, weil sich dort die Qualität zeigt. Genau solche Fälle bestimmen den Alltag.

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